Kapitel 6


Tag 13, Mittwoch


Das Holz fühlte sich warm unter ihren Füßen an. Es war ein bisschen rau, aber nicht sehr. Kein Geräusch erklang, als sie über den Boden zur Küche ging.
Olli lag auf dem Sofa, hatte die Füße auf die Armlehne gelegt und seine Decke war runtergefallen. Bäuchlings lag er da und schlief.
Sade musste lächeln und setzte sich auf den Fußboden neben dem Kamin. Sie hatte eine Tasse Kakao in der Hand und beobachtete ihn. Wie er sich im Schlaf die Haare aus dem Gesicht wischte und dabei die Nase runzelte. Seinen Arm, der an der Seite herunterhing und einige Abdrücke aufwies. Vermutlich hatte er ein paar Stunden der Nacht auf ihm gelegen.
In den acht Tagen, die Sade jetzt bei ihm war, hatte sie immer mehr Vertrauen zu ihm aufgebaut. Entgegen des ersten Eindrucks hatte Olli sich als höflicher, fürsorglicher Mensch erwiesen, der sein Bestes tat, um sie aufzuheitern. Er nahm sie mit zum Schwimmen, zum Angeln und abends gingen sie gemeinsam in die Sauna – in Badeklamotten, verstand sich.
Zudem ließ er sie kaum aus den Augen, nicht mal im Supermarkt wich er von ihrer Seite. Wie ein Bodyguard, dachte Sade belustigt. Sie stand auf und brachte den Becher zur Spüle. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass es bereits halb zwölf war. Olli hatte sie mitten in der Nacht aufgeweckt um mit ihr auf dem kleinen Felsen im See zu picknicken. Sie fragte sich, woher er manchmal diese Ideen nahm. Schulterzuckend gähnte sie. Es war nicht zu verkennen, dass die beiden sehr unterschiedlich waren. Aber Sade genoss es, Olli um sich zu haben. Er gab ihr Sicherheit und munterte sie auf. Genau das brauchte sie im Moment.
Unschlüssig stand Sade hinter dem Tresen. Olli schien immer noch zu schlafen, sie selbst war hellwach. So leise wie möglich ging sie in die Sauna um sich zu waschen und auf die Toilette. Sie ließ sich besonders viel Zeit, doch auch als sie wieder ins Wohnzimmer trat hatte sich Olli kein Stück gerührt.
Sie ging zurück in die Küche und trank einen Schluck Kakao aus der Tüte.
„Jetzt hör halt auf hier durch die Gegend zu schleichen, ich bin ja wach“, knurrte Olli plötzlich vom Sofa her.
„Entschuldige“, murmelte Sade verlegen.
„Kein Problem.“ Olli setzte sich auf und klopfte neben sich auf die Polster. „Setz dich hin und bring um Himmels willen die Milch mit, mein Mund ist trocken wie...“ Er räusperte sich verlegen und ließ den Satz unvollendet. Er war es einfach zu sehr gewohnt, mit seinen Freunden zu Hause obszöne Witze zu reißen. Allerdings fand er das in diesem Moment etwas unangebracht.
Sade versuchte sich nichts anmerken zu lassen und setzte sich neben Olli aufs Sofa. Sie reichte ihm die Milch und schlug die Beine unter.
„Gut geschlafen?“, wollte sie wissen.
„Machst du Witze?“, brummte Olli und wischte sich ein paar Haare aus der Stirn. „Ich fühl mich so alt wie noch nie, bald brauch ich Rheumatabletten um das zu überstehen.“ Er sah Sade von der Seite an. „Oder das Blut von jungen Mädchen.“ Mit diesen Worten warf er sich auf Sade und tat, als versuche er ihr in den Hals zu beißen. Sie schrie auf und versuchte sich dann lachend zu verteidigen. Doch es half nichts, Olli hielt sie an den Handgelenken fest. Mit letzter Kraft stieß Sade Olli vom Sofa, wurde allerdings von ihm mitgezogen, sodass sie am Ende übereinander auf dem Boden lagen.
„Stör ich?“, ertönte plötzlich eine Stimme von der Tür her. Erschrocken drehte Sade sich um und beeilte sich, von Olli runterzusteigen. Umständlich standen die beiden auf und schauten den Besucher verwirrt an.
In der Haustür stand ein großes schlankes Mädchen mit schulterlangen dunkelblonden Haaren und der wohl perfektesten Nase, die Sade je gesehen hatte. Sie war so fasziniert von dieser Nase, dass sie ganz vergaß zu sprechen. Im Gegensatz zu Olli.
„Hallo“, brachte er in einem sehr seltsamen Ton hervor. Das Mädchen lächelte.
„Hey, Olli. Alles klar?“
„Jenna“, stellte Olli mehr als überrascht fest. „Was zur Hölle tust du hier?“
„Dich besuchen.“ Jenna musterte Olli und Sade kurz und ließ sich dann ungebeten aufs Sofa fallen.
„Ach...schön.“ Olli erinnerte sich an Jenna. Er hatte sie im „uniq“ getroffen, das musste ungefähr vier Wochen her sein. Sie hatte sich ohne lange Worte von ihm mit nach Hause nehmen lassen und – na ja, an den Rest wollte er jetzt lieber nicht denken. Nicht, dass er irgendetwas zu bereuen hatte, aber ihm kam das in Sades Gegenwart irgendwie seltsam vor. Apropos, warum schaute sie Jenna so seltsam an?
„Kann ich vielleicht über Nacht bleiben? Ich muss erst morgen in Joensuu sein. Meine Oma hat Geburtstag.“
„Sicher“, rutschte es Olli heraus. Was war nur mit ihm los? Wahrscheinlich lag es daran, dass Jenna echt wahnsinnig gut aussah, dass sein Verstand nicht mehr kooperierte. Wo bitte sollte sie denn schlafen? Das Schlafzimmer gehörte Sade und die Couch war zu klein. Ach, das würde sich schon finden.
„Danke.“ Jenna wandte den Blick an Sade, die ein Stück hinter Olli stand. „Hi.“
„Ist die echt?“, platzte Sade heraus, woraufhin Jenna und Olli sie verwirrt anschauten. Dann lachte Jenna gezwungen.
„Ja, ich bin echt.“
„Nicht du. Deine Nase!“
Jenna lief vor Wut knallrot an und Olli musste sich ein Lachen verkneifen.
„Das hat sie nicht so gemeint“, sprang er schließlich ein. „Jenna, das ist Sade. Sie ist...meine kleine Schwester.“
„Ach“, machte Jenna und zog eine Augenbraue hoch. „Du hast eine Schwester?“
„Setz dich doch“, wich Olli aus. „Hast du Hunger, wir wollten gerade frühstücken.“
„Ohne mich, ich geh schwimmen“, sagte Sade und ging ins Wohnzimmer um ihre Sachen zu holen. „Dann habt ihr ein bisschen Zeit zum Reden.“ Sie klemmte sich die Badesachen und zwei Handtücher unter ihren Arm und verschwand ohne ein weiteres Wort. Olli sah ihr verwundert nach, dachte sich aber nichts weiter dabei.
Der Tag fing ohnehin seltsam genug an.

Sade blieb so lange unter Wasser, wie es möglich war. Ihre Lunge schmerzte und sie ließ die Luft heraus, die als Bläschen die Oberfläche erreichten und kleine Wellen verursachten, wodurch der Himmel und die Wolken jenseits des Wasserspiegels verschwammen.
Schließlich hielt Sade es nicht mehr aus, mit hektischen Bewegungen erreichte sie die Oberfläche und schnappte nach Luft. In ihrem Kopf pochte es unangenehm, doch das war ihr ganz lieb. Es lenkte ihre Gedanken ab.
Erschöpft schwamm Sade zu dem kleinen Felsen, krabbelte mühsam über die glitschige Oberfläche an Land und streckte alle Viere von sich. Sie lag auf dem Rücken und starrte in den Himmel.
Was hatte Jenna mit der perfekten Nase hier verloren? Und wie nah standen Olli und sie sich? Er musste ihr ja schon eine Menge bedeuten, wenn sie extra einen Umweg wegen ihm machte um ihn zu sehen.
Allerdings beschäftigte sie eine andere Frage noch viel mehr: war Jenna die Art Frauen, auf die Olli stand? Sie sah aus, wie eine aus „Sex and the City“ oder wie Ally McBeal. Eben wie ein echtes Stadtmädchen, reich, gut angezogen, versnobt, magersüchtig.
Wenn sie da mal an sich selbst dachte, war das gar kein Vergleich. Mal abgesehen davon, dass diese Jenna sie um bestimmt zehn Zentimeter überragte. Das machte natürlich noch mal zusätzlichen Eindruck.
Verdammt, warum machte sie sich darüber eigentlich Gedanken? Es war ja fast, als wäre sie eifersüchtig. Und das war doch nun wirklich ganz weit hergeholt.
Obwohl, sie hatte sich schon ein bisschen aus der Bahn geworfen gefühlt, als Olli sie ihre kleine Schwester genannt hatte. Sah er wirklich nur das in ihr? Eine Schwester?
Reiß dich zusammen, schalt Sade sich selbst. Das war das beste, was ihr passieren konnte. Romantische Gefühle hatten in der Beziehung zwischen ihnen nichts verloren. Sie konnte froh sein, dass Olli sich um sie kümmerte. Ohne ihn wäre sie verloren. Und sie wollte ihm Vorwürfe machen, weil eine Freundin ihn besuchte? Das war doch wirklich lächerlich.
Als die Sonne auf der Haut zu heiß wurde, sprang Sade wieder ins Wasser und schwamm eine Weile einfach so vor sich hin. Die Mittagssonne stand noch ziemlich hoch und es war unglaublich warm. Wann würde sich das Wetter endlich abkühlen?
Was Olli und Jenna wohl gerade machten? Sade tauchte eine kurze Strecke und versuchte, ihre Gedanken im Zaum zu halten. Die beiden würden schon nicht auf dem Sofa übereinander herfallen.
Gott, wie naiv bin ich eigentlich, dachte sie, als sie wieder hochkam. Olli ist nun wirklich nicht der Typ, der etwas an einer minderjährigen Ausreißerin finden würde, die nicht ein paar Pradaschuhe besitzt. Warum sollte ich mir da Hoffnungen machen?
Sade seufzte. Sie und Olli waren so verschieden. Nicht nur vom Wesen her, sie waren auch in völlig anderen Umfeldern aufgewachsen. Ihr ganzes Leben lang waren sie wie Schwarz und Weiß gewesen, bis sich ihre Wege zufällig gekreuzt hatten.
Sie fragte sich, warum sie sich so gut verstanden. Ob es aus der Notsituation heraus war? Oder echte Zuneigung?
Sade stieß einen entnervten Schrei aus und tauchte erneut unter. Das würde sowieso nie was werden mit ihr und Olli. Unter keinen Umständen konnte sie sich in ihn verlieben. Auf keinen Fall.

„Also...“
„Also...“ Olli kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Jenna und er saßen sich auf dem Sofa gegenüber und schauten einander an. Er hatte nicht den blassesten Schimmer, worüber er mit ihr reden sollte. Soweit er sich erinnern konnte, wusste er kaum mehr als ihren Namen und ihr Alter. War sie die Kunststudentin? Schon möglich...
Und wo war eigentlich Sade abgeblieben?
„Und was machst du in Kuopio?“, fragte Jenna schließlich.
„Geburtstag von meiner Oma, wie ich schon sagte“, antwortete Jenna und musste sich zusammenreißen, den Ton freundlich zu halten. Sie hatte schon gemerkt, dass Olli nicht gerade der Typ Mann war, der auf Frauen einging. Aber er war so charmant gewesen, als sie sich getroffen hatten. Ihr war durchaus bewusst, dass das wahrscheinlich nur eine Masche gewesen war, um sie rumzukriegen. Trotzdem wollte sie ihn wiedersehen.
Er sah gut wirklich gut aus und von einigen ihrer Freunde hatte sie erfahren, dass er aus einem guten Elternhaus kam und es wirklich wert war, genauer betrachtet zu werden. Und genau das hatte Jenna vor.
Allerdings fragte sie sich, was für ein Kerl mit seiner kleinen Schwester in den Urlaub fuhr. Das Mädchen war doch höchstens um die sechzehn. Das war schon etwas merkwürdig. Selbst wenn sie sich noch so gut verstanden. Außerdem sah sie ihm in keinster Weise ähnlich, weder von den Zügen her, noch deutet ihre äußere Erscheinung darauf hin, dass sie aus einem reichen Elternhaus stammte. Um ehrlich zu sein sah sie ziemlich unweiblich aus, in ihren überweiten Klamotten. Hatte ihr Bruder denn gar keinen Einfluss auf sie?
Jenna beschloss, die Gedanken an das kleine Gör erst mal außen vor zu lassen und sich Olli zu widmen, der ihr immer noch mit einem recht verwirrten Blick gegenüber saß.
„Wie lange machst du noch Urlaub?“, wollte sie wissen und berührte wie zufällig seinen Arm. Automatisch zog Olli selbigen zurück.
„Bis Morgen in einer Woche“, murmelte er.
„Und dann kommen du und deine Schwester wieder nach Helsinki?“
„Hm“, machte Olli und sah plötzlich sehr nachdenklich aus. Jenna runzelte die Stirn. Irgendwie war er ganz anders als bei ihrer ersten Begegnung.
„Wollen wir uns dann nichtmal zum Essen treffen? Wir könnten ins Santa Fé gehen“, schlug sie vor.
„Hm“, machte Olli wieder und dachte noch eine Weile nach. Schließlich sah er Jenna an. „Meinst du, Sade mag mexikanisches Essen?“
„Woher soll ich das wissen, sie ist deine Schwester“, zischte Jenna kalt.
„Hm, ja, richtig.“ Olli seufzte. „Entschuldige, ihr geht’s im Moment nicht so gut und ich würde sie gerne etwas aufmuntern.“
Jenna lächelte versöhnt. „Ach so. Das verstehe ich natürlich.“ Es gefiel ihr, dass er sich so um seine kleine Schwester sorgte. Das zeugte doch von mehr Anstand und Fürsorge, als sie ihm zugetraut hätte.
„Du solltest dich ein bisschen ablenken, sie kommt schon klar beim Schwimmen“, sagte Jenna lächelnd und griff nach seiner Hand. Erschrocken starrte Olli erst Jenna, dann seine Hand in ihrer an.
„Und...wie?“, hakte er nach, als er sich ein bisschen erholt hatte. Jenna beugte sich lächelnd vor und berührte seine Lippen sanft mit ihren.
„Mir würde da schon was einfallen“, flüsterte sie.
„Aber Sade kann jeden Moment zurückkommen“, warf Olli ein, obwohl er nicht so recht wusste, warum er sich darüber Gedanken machte. Wenn sie einfach die Schlafzimmertür abschlossen, würde Sade schon merkten, was Sache war.
Kurzentschlossen stand er vom Sofa auf, zog Jenna hoch und küsste sie innig. Dann hob er sie hoch, trug sie zum Bett und verschloss die Tür hinter sich.

Als Sade wieder auftauchte, entdeckte sie Olli am Ufer. Er winkte ihr lächelnd zu sich heran. Sie schwamm ein Stück auf ihn zu.
„Was denn?“, rief sie ihm entgegen.
„Hast du keinen Hunger, du Wasserratte? Es gibt Essen.“
„Nein, eigentlich nicht.“
„Dann komm wenigstens raus. Und bist jetzt schon drei Stunden lang im Wasser.“ Olli hockte sich am Ufer hin und schaute sie auffordern an.
„Komm du doch rein.“
„Wenn du nicht aufpasst, mach ich das“, drohte er spielerisch.
„Wo ist Jenna?“, fragte Sade und stellte mit Erstaunen fest, dass Ollis Haltung sich total verkrampfte, was in der Hocke ziemlich albern aussah.
„Sie ist oben und passt aufs Essen auf. Jetzt komm schon raus.“
Sade seufzte und schwamm zum Ufer. Olli reichte ihr ein Handtuch, dass sie sich um die Hüften wickelte. Sie schlang die Arme um den Oberkörper und auf ihrer Haut bildete sich eine Gänsehaut. Glaubte er, sie würde sich nicht ihren Teil denken?
„Alles okay?“, wollte Olli wissen und legte einen Arm um Sades nasse Schultern.
„Alles bestens“, versicherte sie und lehnte sich leicht gegen ihn. Stumm liefen sie zum Haus hoch und Sade kamen fast die Tränen. Sie wusste genau, warum Jenna hier aufgetaucht war und sie glaubte nicht so recht, dass Olli dieses Angebot ablehnen würde. Sie fragte sich, ob Jenna ihn wirklich gerne hatte. Oder viel mehr, ob er sie gern hatte. So gern, wie sie ihn hatte.
Vorsichtig sah sie zu ihm auf und stellte fest, dass er gar nicht so schlecht aussah, wie sie am Anfang gedacht hatte. Seine Augen waren voller Wärme, wenn man genau hinsah und sein Gesicht war eigentlich makellos. Sogar die Haare, die ihr zu Beginn so gar nicht gefallen wollten, ließen ihn auf einmal nur noch besser aussehen.
Sade unterdrückte einen Seufzer. Jetzt war es amtlich. Sie war wahnsinnig. Komplett durchgedreht. Statt sich die Sorgen vom Hals zu schaffen, hatte sie sich nur noch mehr gemacht. Warum hatte sie auch an einen Typen geraten müssen, der nett, gutaussehend und fürsorglich war.
„Warum keine Nonne?“, murmelte sie wütend vor sich hin.
„Was?“, fragte Olli verwundert und blieb stehen. Sade wurde rot.
„Ach nichts“, wehrte sie ab. „Ich hab nur laut gedacht.“
„Seltsame Gedanken, die du da hast“, grinste Olli und tippte mit dem Zeigefinger an ihre Stirn. „Manchmal möchte ich nur zu gerne wissen, was hier drin vorgeht.“
„Hehe“, machte Sade verlegen und dankte Gott dafür, dass er es nicht wusste. „Ich hab Hunger“, lenkte sie ab.
„Ach, plötzlich?“, zog Olli sie auf. Doch dann wurde er ernst. „Bist du sicher, dass es dir gut geht?“, wollte er wissen und strich ihr kurz mit der Hand über den Kopf. „Du siehst aus, als wärst du total durch den Wind.“
„Nein, nein, mir geht’s fantastisch.“ Sade rang sich ein Lächeln ab und stapfte dann entschlossen weiter aufs Haus zu. Olli folgte ihr zögerlich.
Ich bin so blöd!, schimpfte sie mit sich selbst. Wie kann ich mich in ihn verlieben? Da hält man sich für einen Menschen mit Verstand und dann sowas.
Plötzlich merkte sie, dass Olli wieder stehen geblieben war. Sie hielt an und drehte sich um.
„Was ist?“, rief Sade ihm zu. Er hatte ihr den Rücken zugewandt und starrte zum See hinunter. Jedenfalls sah es so aus.
„Ach, nichts. Ich hab nur gerade überlegt, wann ich das letzte Mal einen so schönen Sommer erlebt hab.“
„Ja, das Wetter ist wirklich fantastisch“, stimmte Sade zu. Olli drehte sich zu ihr um und schaute sie verwirrt an.
„Ja, das auch.“ Er ging zu ihr, umarmte sie kurz und nahm dann ihre Hand. „Komm schon, Sade, das Essen wartet.“
Sie nickte und unterdrückte einen Seufzer.
Ihre Entscheidung war längst gefallen.
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